Hintergrundgeschichte von The Fight Online

Der Pfad wurde immer unwegsamer, und Waltmar musste sich immer mehr anstrengen, um die Höhensteigerung zu bewältigen. Die Strecke, sehr unwegsam und bergig, war für Waltmar, den Jäger aus dem Teutoburger Wald, sehr ungewohnt, auch wenn er den Hinweg schon hinter sich hatte. Außerdem grauste ihm vor dem Weg durch die Hochalpen, denn dort oben trieben sich unzählige wilde Tiere und Räuberbanden umher. Auf dem Hinweg waren sie einem Bären begegnet, und hatten beim Kampf einen Mann verloren. Dieses Mal hatten sie Odoaker eiserne Römerspeere mitgeben lassen, und sie waren sich sicher, dass sie im Falle eines neuen Angriffs einem Bären gewachsen sein würden.

Waltmar war schon 23 Jahre alt. Wenn man nach heutigen Maßstäben denkt, dann war er noch sehr jung, doch damals war mit 23 Jahre wohl der schon der größere Teil seines Lebens vorbei. Er war ein burgundischer Jäger, und Abgesandter seines Stammes, vom Stammesältesten bestimmt. Er war immer ein guter Jäger gewesen, und hatte im Teuteburger Wald noch jedes Wildschwein und jeden Hirsch erlegt. Außerdem hatte er den Sohn des Stammesältesten vor den Hunnen gerettet, als sein Stamm von dem großen Meer weg fliehen musste, weil die Feinde sie vertrieben. Und weil er so ein herausragender Jäger war, wurde er beauftragt, nach Rom zu reisen, und so dem großen Germanenfürst Odoaker beobachten und ihm seine Unterstützung zuteil werden zu lassen, wenn er, was auch immer, im Römischen Reich tat.

Nach vielen Tagen Rückweg befand sich Waltmar mit seinen Leuten mitten in den Alpen, zurzeit kontrolliert von Frankenstämmen. In einer kleinen Schlucht, neben einem langsam wachsenden Gletscher, machten sie Rast. Waltmar war an diesem Tag schon sehr müde, und wollte sich sofort schlafen legen. Doch gerade, als er sich hinlegte, hörte er ein Geräusch - ein Bär? Plünderer? Waltmar nahm seinen Speer, und befahl seinen Kameraden, wachsam zu sein. Es war schon fast dunkel. Waltmar befahlt einem seiner 4 Leuten, hinter die nächste Ecke zu schauen. Er ging und hielt den Speer kampfbereit. Es war nicht das erste mal, dass sie auf eine Überraschung trafen, doch man musste immer vorsichtig sein, besonders in fremdem Gebiet. Alle hielten den Atem an. Er steckte den Kopf um die Ecke - Schreie erklangen. Plötzlich röchelte der Vorgeschickte, und viel wenige Sekunden später um - sie sahen ein Speer in seinem Bauch stecken. Waltmar befahl so schnell und leise wie möglich 'Da hinter - verstecken'. Waltmars Leute rannten auf die andere Seite des Gletschers. Ihre Spuren waren im Dunkeln nicht mehr sichtbar. Auf der anderen Seite legten sie sich hin, um nicht gesehen werden. Sie hörten Krieger an der anderen Gletscherseite ankommen - sie klangen wie Hunnen. Waltmar streckte seinen Kopf leicht nach oben, um nach ihnen zu schauen - ohne Zweifel, Hunnen, gekommen, um die Germanischen Dörfer aufzuspüren und sie später zu zerstören. Doch es waren zu viele. Waltmar und seinen Mannen blieb bloß eine Wahl - sich verstecken. Sie robbten langsam auf dem Boden weiter, hinter die nächste Felsspalte. Da sie dunkle Lederkleidung anhatten, war es glücklicherweise unwahrscheinlich, das sie einer sah. Doch ihre Angst wuchs - wenn jetzt etwas schief ging, würden alle sterben.

Als Waltmar klein gewesen war, wurde in seinem Stamm darüber geredet, das Rom plötzlich 2 Kaiser hatte. Waltmar selbst hatte sich nie für Römische Politik interessiert - er war stets der Meinung gewesen, die Germanischen Stämme sollten Rom zerstören. Doch als er zum ersten mal nach einer langen, beschwerlichen Reise durch die Alpen in Rom ankam, begann sich das schlagartig zu ändern. Er sah und besuchte Thermen, und wurde zum ersten Mal richtig sauber, seit er im großen Meer gebadet hatte - im Teuteburger Wald gab es nur schmutzige Flüsse und Dreckige Seen. Auch hatte er das Römische Koloseum besucht, und sich einen Gladiatorenkampf angeschaut. Wenn er nur bei seinen Jagden solche Ausrüstung hätte, er würde am Abend mit unzähligen Wildschweinen heimkehren.

Am nächsten Tag begann das eigentliche Ereignis, weswegen sie gekommen waren: alle germanischen Abgesandten, und der germanische Fürst Odoaker trafen sich, und setzen Romulus Augustulus ab. Bisher war dieser Kaiser von Rom gewesen, doch nun, nach Einigkeit des Germanischen Bündnisstreffens und des Römischen Sentats, beschloss man, ihn abzusetzen. Das dies den Untergang des Römischen Reiches markierte, war Waltmar nicht klar - er fand es hervorragend, dass die vereinten Germanen nun auch Herrscher Roms waren. Der Senat schrieb seltsame Sachen auf, man sagte ihm dies sollte 476 nach Christus bedeuten. Doch das einzige, was er davon verstand, war Christus, von dem hatte er schon mal von einem Römischen Missionar gehört.

Als die Hunnen abgezogen waren, und es wieder Tag geworden war, gingen Waltmar und seine Leute weiter - der fast aufgebrauchte Proviant war von den Hunnen gestohlen wurden, und es gab nur noch Wilde Früchte zum Essen. Die Eisenspeere waren auch weg, wenn nun ein wildes Tier kommen sollte, währen sie alle verloren. Nach 2 Tagen Ernährung von wilden Beeren und Angst vor Überfällen gelangte Waltmar zu einer kleinen gotischen Siedlung, die ihn aufnahmen, und die Gegend, leider erfolglos, nach Hunnen absuchten. Nachdem seine Gruppe dort einen Tag ausgeruht hatte, gingen sie weiter, um seinem Stamm von den Ereignissen in Rom zu erzählen. Nachdem die südliche Grenze für Eroberungen entfallen war, und die hunnischen Angriffe nachgelassen hatten, sollte nun eine neue Zeit anbrechen. Es sollte eine Zeit des Krieges und der Eroberungen werden - der Kampf hat begonnen.
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